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Costa Bianca Nachrichten - Nr. 1184, 25. August 2006:

Studentenführer für Madrid


„Pasodecebra" - ein Zebrastreifen hilft bei der Orientierung im Auslandsdschungel


Ines Renninger

„Mein erster Eindruck von Madrid war eher negativ. Zu viel Verkehr, ein echtes Smog­problem, kaum kleine Gässchen mit alten Häusern, alles sehr pompös, und wohin das Auge blickt: Baustellen!" So beschreibt Katharina Berger ihren ersten Kontakt mit der spanischen Hauptstadt, in der sie 2001 mit dem Erasmusprogramm studiert hatte.

Ihre und die Erlebnisse anderer Studenten und Praktikanten kann man auf der Internetseite <www.pasodecebra.net> nach­lesen, einem Online-Studenten-Guide für Madrid.

Aller Anfang ist schwer - vor allem, wenn der im Ausland stattfindet: eine andere Sprache, ein unbekanntes Land, eine neue Uni oder Arbeit. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich bei den meisten zunächst ein Schockzu­stand einstellt, der erst allmählich überwunden wird.

Auch die Betreiberin der Internetseite Pasodecebra, Ricarda Zorn, hat diese Anfangsschwierigkeiten erlebt. 2002 verbrachte sie im Rahmen ihres Tourismusstudiums ein Semester in Madrid. Besonders schlimm gestaltete sich die Wohnungssuche; „Weil Madrid zum Wintersemester voller Erasmus-Studenten ohne Zimmer war." Im Schnitt 30 Mitbewerber rangelten um ein Angebot. Zudem sollte Zorn zum Wochenende das Hostal verlassen, in dem sie vorübergehend wohnte. Das Ende vom Lied: „Ich musste ein superteures WG-Zimmer nehmen, zum Preis von 400 Euro für zwölf Quadratmeter."

Trotz dieser schlimmen ersten Wochen voller Heimweh dachte sie nie daran, aufzugeben und wieder nach Hause zu reisen. Schließlich wollte sie Spanisch lernen. Die Wende kam schnell, dem Flair der spanischen Hauptstadt konnte sich bald auch Ricarda Zorn nicht mehr entziehen. „Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich wohl und wollte schließlich gar nicht mehr nach Hause", gibt sie zu. Am Ende blieb das schöne Gefühl, die Herausforderung bewältigt zu haben und die Erkenntnis. „Man merkt, was man alles schaffen kann. Dinge, an die man vorher nie gedacht hatte."

Aus Ricardas Begeisterung ist eine Internetseite geworden. Ostern 2006 ist sie mit alten Freunden nach Madrid zurückgekehrt, um die Zeit wiederaufleben zulassen. Bei diesem Aufenthalt entstand die Idee.

Die Seite soll jungen Menschen, die in Madrid studieren oder ein Praktikum absolvieren, als Orientierungshilfe bei der Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt dienen.

Zorns Hauptthesen sind schnell an einer Hand aufgezählt:

  • Nicht unbedingt, mit Freunden gehen, sondern sich allein ins neue Leben stürzen.
  • Sich vorher gut informieren. Das erleichtert die ersten Tage.
  • Wenn möglich, bereits von zu Hause aus eine Wohnung suchen. Klappt das nicht, dann vorübergehend ein Zimmer organisieren, in dem der Neuankömmling in aller Ruhe länger bleiben kann.
  • Wer sich in der Sprache noch unsicher fühlt, sollte ein paar Wochen früher fahren und vor Studienbeginn einen Sprachkurs belegen.


Immer versichert?
Neben Infos zu den verschiede­nen Universitäten und Sprach­schulen sowie den bereits erwähnten Erfahrungsberichten, bietet die Internetseite eine Checkliste, mit deren Hilfe auslandsunerfahrene Studenten systematisch ihr großes Abenteuer vorbereiten können: Angesprochen werden dabei Aspekte wie Aufenthaltsgenehmigung, Unterkunft, Versicherungen, Lebenshaltungskosten und Anreise.

Doch tatsächlich können auch Nicht- und Nicht-Mehr-Studenten von dem Madrid-Führer profitieren. Mit ihren Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten, Festen und möglichen Freizeitbeschäftigungen wird die Seite zum touristischen Portal für potenzielle Urlauber. Die Ausgehtipps richten sich vor allem an ein jüngeres Publikum. Auch bei Restaurant- und Bar-Vorschlägen hatte Zorn den schmalen Geldbeutel der Studenten bedacht.

Die Seite ist nicht nur informativ, sondern auch amüsant zu lesen. Immer wieder hebt Zorn Besonderheiten der spa­nischen Hauptstadt hervor: Von den Callos Madrilenos, Kutteln mit Blutwurst oder Speck und Kichererbsen, bis hin zu der sopa de ajo, der Knoblauchsuppe.

Garniert ist die Seite zudem mit einer Vielzahl von Madrid-Impressionen: Damit der Reisende sich schon im Heimatland auf seinen Aufenthalt einstimmen kann.

Warum Pasodecebra? Ricarda Zorn und ihre Freunde wollten keinen langweiligen Namen wie „Erasmus-Madrid" für ihren Studentenführer. Sie wählten lieber einen lustig-fantasievollen. Das ist wohl gelungen: Pasodecebra - „Zebrastreifen" haben sie ihn getauft.

Nächtliches Studium: Ausländische Studentinnen beim Feiern in Madrid.